Rahel Hirsch

Professorin für Innere Medizin

Seit dem Jahr 2013 trägt unser Oberstufenzentrum den Namen von Rahel Hirsch.

 

Rahel Hirsch wurde am 15. September 1870 in Frankfurt am Main geboren. Hier besuchte sie die von ihrem Großvater gegründete höhere Töchterschule. Nach dem Abschluss ihrer Schulausbildung arbeitete Rahel Hirsch zunächst als Lehrerin. Mit 28 Jahren nahm sie 1898 in Zürich ein Medizinstudium auf. Später wechselte sie nach Straßburg und Leipzig und legte zurück in Straßburg 1903 ihr Staatsexamen ab. Frisch promoviert begann sie an der II. Medizinischen Klinik der Charité als Assistentin von Prof. Friedrich Kraus zu arbeiten. 

 

In Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Inneren Medizin erhielt sie als erste Frau in Preußen den Professorentitel. Die von ihr experimentell nachgewiesene Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für großkorpuskuläre Partikel (z.B. Stärkekörner) und die anschließende Ausscheidung mit dem Harn wurde erst nach ihrem Tod allgemein anerkannt; der Vorgang wird seither auch „Hirsch-Effekt“ genannt. 1919 eröffnete Rahel Hirsch eine Praxis, in der sie bis zu ihrer Vertreibung aus Deutschland 1938 tätig war. Rahel Hirsch starb am 6. Oktober 1953 in London. 


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